Erice wird zum Set für den „Aquaman“

san_pietroErice (gro) Das mittelalterliche Städtchen Erice,  seine pittoreske, mittelalterliche  Substanz  (hier das Westportal von San Pietro), sein Gassengewirr und seine gastfreundliche Einwohnerschaft werden zum Set für eine US-amerikanische Grossproduktion.  Noch dieses Jahr sollen dort im Auftrag von Warner Brothers (Los Angeles) die Dreharbeiten für „Aquaman“ anlaufen werden. Regie führt James Wan. Auftraggeber im Hintergrund ist DC Comics, der grossmächtige US-amerikanische Verlag, der unter anderem „Batman“ hervor gebracht hat. Bereits im Herbst 2018 soll „Aquaman“, wie man in cineastischen Kreisen hört, in die Kinos kommen. Das malerisch auf einem 700 Meter hohen Berggipfel am arabisch-sizilianischen Meer gelegene Erice bei Trapani  ist für die US-amerikanischen Filmemacher der Ideale Ort für „Aquaman“, für einen Helden, dessen  Mutter aus dem sagenhaften Atlantis stammt, für einen Mann, der als Halbfisch unter Wasser atmen kann, mit Delfinen aufwächst und schliessslich von einem Leuchtturmwärter adoptiert wird. Die Leute aus Hollywood werden laut einem Bericht des „Giornale di Sicilia“ nicht nur im historischen Zentrum von Erice drehen, sondern auch im Castello di Venere.

Pierfrancesco Diliberto lobt die Leute von Erice

Es ist nicht das erste Mal, dass Erice, das hoch über Trapani gelegene Bergstädtchen mit seinen knapp 30.000 Einwohnern, die Kulisse für einen Film abgibt. Hier drehte in den vergangenen Jahren auch der Palermitaner Filmemacher Pierfrancesco Diliberto (besser bekannt als „PIF“) seinen turbulenten Streifen „In Guerra per Amore“, einen Film, der sowohl bei Kritikern wie beim Publikum bestens ankam. Diliberto lobte die Ericiani: „Es war wunderbar, an einer Location zu drehen, wo die Einheimischen das noch nie erlebt hatten und unglaublich natürlich mitmachten“. Ihren Spass haben werden auch  Zaungäste aus ganz Europa. Denn Erice ist auch ein internationales Zentrum für Kongresse und wartet mit zahlreichen Ferienwohnungen und in seiner unmittelbaren Umgebung auch mit Ferienvillen auf.

Zwischendurch mit Rauschebart

Die Figur des sagenhaften „Aquaman“, der vor 70 Jahren erfunden wurde, ist mehrfach überarbeitet worden. Dies gilt für die äussere Erscheinung der Comic-Figur (dessen Namensrechte übrigens bei Time Warner liegen) als auch für die abenteuerlich-fantastische Geschichte, die sich um ihn rankt. Obwohl er in den 90-er Jahren zwischendurch als eher düsterer  Mann mit Rauschebart dargestellt wurde, hat sich seine ursprüngliche Erscheinung als durchtrainierter, blondgelockter junger Mann schliesslich durchgesetzt: eine Erscheinung, nach der sich sehr wahrscheinlich auch die Besetzung im Film richten wird.

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