Tatsächlich: Der Süden Siziliens hebt ab

comi-2Konstanz/Ragusa (gro) Es ist zwar schon  sechs Jahre her, dass er offiziell eingeweiht wurde. Und  trotz mehrfacher Ankündigungen einer „unmittelbar bevorstehenden Inbetriebnahme“ zweifelten Skeptiker bis zuletzt daran, dass der Flughafen Comiso im äussersten Süden der Mittelmeerinsel tatsächlich den Flugbetrieb aufnehmen würde. Doch am Montag dieser Woche, am 3. Juni 2013, war es wirklich so weit: Der Süden Siziliens hebt ab! Am 21. Und 23. Juni starten die ersten Passagiermaschinen zu Testflügen von und nach nach Malta. Die Flughafenbetreiber verhandeln derzeit mit mehreren Fluglinien, unter anderem mit Ryanair und  Air Tunis.

Für 150 Euro nach Malta und zurück

Es sind zwar nur Testflüge am 21. Und 23. Juni, doch für Kurzausflüger stehen auch ganz normale Tickets zur Verfügung. 150 Euro kostet der Hin- und Rückflug nach Malta am zweitletzten Juni-Wochenende (Freitag, 21. Mai ab in Comiso um 10.30 Uhr, an Malta 11.05 Uhr;  Sonntag Malta ab 17.30 Uhr, an Comiso 18 Uhr).  Für weitere Informationen und für Reservierungen: Hereatours in Ragusa, via Risorgimento 4, – Telefon  0030  0932 653480 und  653300. Die reine Flugzeit beträgt 20 Minuten.

Ryanair über Malpensa (Mailand) und Ciampino (Rom)

Entscheidend für den Erfolg des neuen Flughafens im Süden Sizilien dürfte sein, inwieweit sich der zahlungskräftige Touristenstrom aus Nordeuropa an Comiso anbinden lässt. Wie man aus Verhandlungskreisen hört, will Ryanair Comiso mit Mailand-Malpensa und Rom-Ciampino verbinden. Dies böte Flugreisenden aus Irland/England und Schweden/Finnland günstige Umsteigverbindungen in  Richtung der Sonneninsel Sizilien – und erstmals auch weiter nach Nordafrika.

Auch Europas Osten und Tunesien sollen angebunden werden

Mit Hilfe von Comiso wolle Ryanair auch den Osten Europas an den Süden Europas heranführen. Die Chefs der Billigfluglinie, so hört man, seien längst auch in Verhandlungen mit Kompagnons in Tschechien und Ungarn. Es sei vorgesehen, den sizilianischen Südflughafen Comiso auch von Prag und Budapest anfliegen zu lassen. Die Flughafengesellschaft verhandelt ausserdem mit einer tunesischen Fluggesellschaft. Schliesslich befindet sich das nordafrikanische Tunesien nur einen  Luftsprung entfernt auf der andderen Seite des  Canale di Sicilia.

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