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Gegen das Herzflimmern in der Madonie

Petralia Sottana (gro)  Ein Ausflug in die Höhen der bewaldeten  Madonie im Norden Siziliens ist sicherer geworden, seit an zwei Standorten der über 1000 Meter hoch malerisch auf einem Felssporn gelegenen  Gemeinde Petralia Sottana im tiefen Süden der Provinz Palermo gleich zwei so genannte Defibrillatoren installiert worden sind. Sie werden als Erste-Hilfe-Geräte eingesetzt, wenn jemandem das Herz stehen bleibt. Das geschieht häufiger als man denkt, und generell auch deswegen immer häufiger, weil die Menschen immer älter werden (und weil das Herz darüber anscheinend evolutionstechnisch noch nicht ausreichend informiert und ausgebildet ist).

Über 200.000 Mal kommt es zum Herzstillstand

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zumindest in den Industrieländern die häufigste Todesursache, in erster Linie Herzinfarkte und Durchblutungsdefekte im Bereichs Gehirns. Hinzu kommt als weitere wesentliche Todesursache der so genannte Herzstillstand, bei dem das Herz ohne unmittelbar erkennbare Schädigung seiner selbst oder des koronaren Umfelds aussetzt. In Deutschland wie in Italien fordern Herzstillstände pro Jahr über 100.000 Todesopfer.

Defibrillatoren können Leben retten

SONY DSCIn Mediziner-Kreisen ist man sich längt einig, dass mehr verfügbare Defibrillatoren viele Leben retten könnten.

Die durch eingebaute Batteriesysteme aktivierbaren Geräte sind in der Lage, das aus dem Rhythmus geratene oder versagende Herz wieder zum Schlagen zu bringen und lebensrettend die Zeit zu überbrücken, bis ein Notarzt professionelle Hilfe geben kann. Deshalb fordern Ärzte seit etlichen Jahren, so genannte Defibrillatoren an verkehrstechnischen Knotenpunkten, etwa an belebten Kreuzungen oder in Bahnhöfen zu installieren.

„Credito Cooperativo“ geht mit gutem Beispiel voran

Die Genossenschaftsbank „Credito Cooperativo San Giuseppe di Petralia Soprana“ geht nun mit gutem Beispiel voran und platziert zwei Defibrillatoren in dem über 1000 Meter hoch gelegenen Städtchen mit seinen vier prächtigen, spätmittelalterlichen Kirchen. Das eine Rettungsgerät wurde direkt an der zentralen Piazza del Populo installiert, das zweite an der vielbefahrenen Kreuzung Madonnuzza. Zur Installaton kamen neben Bankpräsident Stefano Farinella und seinem Stellvertreter Croce Scelfo auch Bürgermeister Pietro Macaluso und sein Vize Francesco Gennaro.

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