Überwintern auf Sizilien – es muss nicht immer Mallorca sein

siz-trap1(gro) Es waren betuchte Adelige und wohlhabende Industrielle im Ruhestand, die im 19. Jahrhundert den europäischen Süden fürs Überwintern entdeckten. Heute sind es auch Pensionäre, die dem Norden während der manchmal scheusslichen Wintermonate den Rücken kehren. Mallorca kam so in den zweifelhaften Ruf eines Rentnerparadieses. Doch es müssen keineswegs die Balearen oder die Kanarischen Inseln sein. Seit einigen Jahren erlebt Sizilien einen Boom an Langzeiturlaubern zur Winterszeit. Vor allem Palermo und das aufgefrischte Trapani sind neuerdings gefragt. Schon länger wird auf Sizilien in den Wintermonaten nicht nur Taormina angesteuert, sondern auch Cefalù. nicht zuletzt wegen seiner Nähe zur Inselhauptstadt.

Reich an kulturhistorischen Schätzen aus 5 Jahrtausenden

Tourismusexperten sind von dieser Entwicklung keineswegs überrascht. Im Gegenteil, endlich kommt ein Trend in Gang, der längst vorhergesagt war. Das schier überbordende Angebot an Kultur sollte eigentlich längst, gerade während einer Zeit, da Strandurlaub mit Badefreuden kaum in Frage kommt, die Mittel- und Nordeuropäer anlocken. Schliesslich kann Sizilien mit einmaligen Schätzen aufwarten. Und die Zeugnisse aus fast 5 Jahrtausenden phönizischer, griechischer, kathagenischer, römischer, byzantinischer, arabischer, normannischer, staufischer und spanischer Herrschaft präsentieren sich während der Monate von Oktober bis März besonders überzeugend. Die Angebotspallette für einen Langzeiturlaub auf Sizilien ist inzwischen beachtlich, siehe etwa www.sizilienferien.ch

Lebendige Kunstszene und moderne Museen

Kathedralen und Konzerthäuser warten mit anspruchsvollen Programmen auf, die Opernhäuser, allen voran das Teatro Massimo von Palermo und das Bellini in Catania, glänzen mit Stars und Sternchen und in den Museen geht es überhaupt nicht hektisch zu. Dazu kommt, dass in den letzten Jahren – von den grossartigen traditionellen Häusern ganz zu schweigen – etliche Musentempel aufgemacht haben, die moderne und auch zeitgenössische Kunst in wiedererstanden Palästen zeigen: etwa in Palermo das Museo del Arte Moderno an der piazza St. Anna, oder an der piazza Bologni der vom Banco di Sicilia sanierte Palazzo Riso als Museo D’Arte Contemporaneo. Die Provinzregierung hat im fast schon aufgegebenen Palazzo St.Elia in der via Maqueda ein international beachtetes Ausstellungshaus etabliert, in dem die interessierte sizilianische Kunstszene mit den aktuellen Entwicklungen in Europa konfrontiert wird.

Das gesegnete Klima allein genügt nicht mehr

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Das milde Klima ist das eine, der strukturelle Fortschritt das andere: Selbst in Sizilien hat man inzwischen erkannt, dass Feriengäste auch im Land, wo die Zitronen blühen, eine ordentliche Heizung benötigen. Deshalb wurde in Ferienwohnungen und Villen während der vergangenen Jahre nachgerüstet. Gerade nach ausführlichem Kulturgenuss hat man es zu Hause gern mollig und gemütlich. Gerade dann, wenn die Tage kürzer und der abendliche Trubel in den Gassen ganz besonders lebendig ist. Wer unbedingt baden will, dem kann geholfen werden. An schönen Tagen – und die sind in den kühlen Monaten dort doch sehr viel häufiger als bei uns – lässt es sich in Palermos Badevorstadt am Traumstrand von Mondello ganz gut aushalten. Für leidenschaftliche Wasserratten gibt das ganzjährig in den nahen Bergen geöffnete Spass- und Abenteuerbad bei Monreale. Getafelt wird auch an Weihnachten und an Neujahr ausgiebig im Freien, und fürs Flanieren taugt das Klima so gut wie das ganze übrige Jahr.

Ein Gedanke zu „Überwintern auf Sizilien – es muss nicht immer Mallorca sein

  1. Eine wirkliche Alternative zu Mallorca. Auch wenn wir meistens gerne im verschneiten Deutschland überwintern, ist das südliche Klima immer wieder von einem besonderen Flair und gut für die Seele.

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