Palermo (gro) Palermo mit seinen Bauwerken im normannisch-arabischen Stil (auf unserem Bild der Garten von San Giovanni degli Eremiti) sowie die von byzantinischen Einflüssen geprägten Kathedralen von Cefalu und Monreale sollen von der Unesco zum Weltkulturerbe erhoben werden. Das hat zum Wochenbeginn Giovanni Puglisi angekündigt. Die Kulturstätten Westsiziliens, sagte der Präsident der italienischen Unesco-Kommission, seien einzigartige Zeugnisse dafür, wie sich unterschiedliche Kulturen und Religionen unter einem Dach vereinigen liessen und dabei die Pracht einer neuen kulturellen Gesamtleistung entfalten.
Rechtzeitig zur Eröffnung der Expo 2015
Die Erhebung zum Weltkulturerbe soll 2015 erfolgen, rechtzeitig zur Eröffnung der Expo 2015, die nächstes Jahr in Mailand von Mai bis Ende Oktober stattfinden wird. Palermo und Westsizilien, sagte Puglisi, wolle seine Pforten als Weltkulturerbe den Besuchern der Weltausstellung öffnen und sie dazu veranlassen, nicht nur den Norden Italiens und Rom, sondern auch den tiefen Süden des Gastlands zu besuchen.
Nicht nur für die Geschichte, sondern auch für die Zukunft
Eine Erhebung des kulturellen Erbes Westsiziliens zum Weltkulturerbe bedeute nicht nur die Wertschätzung von Traditionen, sondern enthalte auch einen hoffnungsvollen, auf die Zukunft gerichteten Impuls: dass es möglich, sinnvoll und fruchtbar sei, unterschiedlichste kulturelle Strömungen zu einem neuen Ganzen zu vereinigen. Dieser Impuls sei in der heutigen Zeit, die vom Unglück durch den Zusammenprall der Weltanschauungen geprägt sei, von besonderem Gewicht.
Weltmeister in Sachen Weltkulturerbe
Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität sind die Kriterien, mit denen die Vereinten Nationen durch ihre Unesco besondere Orte, Naturwunder, Landschaften , bauliche Ensembles und einzelne Bauwerke der Welt auf ihre Liste setzen. Italien ist mit 41 solcher Kulturstätten zahlenmäßig absoluter Spitzenreiter.