Palermo (gro) Jazz im öffentlichen Nahverkehr: Die städtischen Busbetriebe von Palermo warten diesen Sommer mit einer ganz besonderen musikalischen Revue auf. Im Linienverkehr zwischen dem Zentrum der sizilianischen Metropole und dem Badevorort Mondello spielen immer wieder einheimische Formationen auf. Zum Besten daran gehört nicht nur die Musik an sich. Der Genuss nach Noten ist zudem praktisch kostenlos. Als Eintrittsbillett genügt ein ganz normaler Fahrschein. Musikfreunde entlang der Strecke, die sich vor allem an zentraleren Haltestellen versammeln, kommen total gratis zu den Darbietungen. Die musikalische Streckenbegleitung (unser Bild zeigt einen Hinweis auf den Auftritt des Trios Giuseppe Notarbartolo) gibt es dieses Jahr zum ersten Mal. Sie begann am 18. Juli und dauert noch bis 26. September. Continue reading
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Der Mann, der die Mafia besiegt hat

Palermo (gro) Die Cosa Nostra hat einen Ministerpräsidenten und etliche Staatsanwälte ermordet, die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino, den Kommunistenführer Pio La Torre und Carabiniere-General Alberto Dalla Chiesa, um einige der prominentesten Opfer der sizilanischen Mafia zu nennen. Auch Leoluca Orlando (Bild: Prof. Andreas Fritsch/Wikipedia) stand auf der Abschussliste der sizilianischen Mafia. Das konnte Orlando nicht daran hindern, Palermo in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend zu verändern. Leoluca Orlando, der inzwischen erneut ins Amtes des Stadtoberhaupts gewählt wurde, muss zwar weiter um sein Leben fürchten. Doch es besteht kein Zweifel, dass dieser Mann die Mafia entscheidend geschwächt hat. Continue reading
Der fromme König mit dem Harem
Cefalu (gro) Roger II. aus dem Hause Hauteville, 1130 zum König von Sizilien gekrönt, galt als wohlhabendster Herrscher seiner Zeit. Er hatte Tunis erobert, nannte zahlreiche Besitzungen in Nordafrika sein Eigen und am Hofe von Palermo unterhielt er, in diesem Falle ganz an seinen arabischen Freunden orientiert, einen prächtig ausgestatteen Harem. Auf der anderen Seite war Roger auch ein frommer Christ. Als er während einer Seereise zwischen Messina und Palermo im Norden der Insel in einen schweren Sturm geriet und sich mit knapper Not an Land retten konnte, entschloss er sich, eben dort zum Dank für sein Überleben eine Kirche errichten zu lassen. So entstand der Dom von Cefalù. Continue reading