
Cefalù (gro) Das nagelneue “Planetario del Parco delle Madionie” liegt auf auf der Kuppe des über 1800 Meter hohen Monte Mufara und erlaubt mit seinen zwei riesigen Teleskopen tiefe Einblicke ins Weltall.. Vom dicht bewaldeten Monte Mufara sind es 15 Kilometer Luftlinie zum malerischen, über 1000 Meter tiefer liegenden Städtchen Isnello, das im Mittelalter um ein vermutlich aragonesisches Kastell entstand. Isnello liegt etwa 20 Kilometer südlich von Cefalù, dem beliebten Badeort an der sizilianischen Nordküste. Cefalù und Isnello erhoffen sich durch das Planetaium mit Recht eine kräftige touristische Aufwertung.
Auch die Nasa interessiert sich für die Space-Erkundung
Die Lage der neuen Doppelsternwarte elektrisiert Astronomen in aller Welt. Da ist zum einen die Lage im äussersten Süden Europas, zum anderen die relative Abgeschiedenheit mit geringer Luft- und Lichtverschmutzung durch dicht besiedelte Zentren. Selbst die Nasa, die US-amerikanische Raumfahrtagentur, interessiert sich lebhaft fürs sizilianische Planetarium, das mit modernster Technik ausgestattet ist. Kein Wunder, dass Anbieter von Ferienhäusern und Ferienwohnung einen Besuch des Planetariums, das allen Gästen der Region offen steht, als attraktives Ausflugsziel empfehlen.
Platz für Experimente und Schulung
Nicht nur für Wissenschaftler und Feriengäste ist das neue Planetarium ein lockendes Ziel sondern auch für Schulklassen und Studentengruppen. Das „Planetario del Parco delle Madonie“ ist überdies nicht nur mit High-Tech ausgestattet, sondern auch bestens bestückt mit didaktischem Rüstzeug.. Selbst ein Nobelpreisträger, der US-amerikanische Physiker Georges Fizgerald Smoot, der 2006 mit dem höchsten Preis seiner Zunft geehrt wurde, hat das Planetarium von Isnello unlängst in den höchsten Tönen gelobt. Nicht zuletzt deswegen, weil es die technische Ausstattung möglich macht, mit dem Weltall und, übers Internet, vom Monte Mufara aus und von den Höhen der Madonie (die auch ein Wanderparadies ist) weltweitzu kommunizieren.
Klöppelarbeiten auf den Altaren der Kirchen
Wer in Sizilien Ferien macht und die waldreiche Madonie besucht, sollte sich allerdings nicht darauf beschränken, in den Himmel zu schauen. Das Städtchen Isnello mit seinen etwa 1500 Einwohnern ist durchaus sehenswert und wartet auf mit liebevoll geführten Hotels und Gaststätten. Eine Besonderheit ist, dass in Isnello die Kunst des Klöppelns noch lebendig ist. Die Frauen der Isnellesi, wie sich die Einheimischen nennen, sind stolz darauf, die kostbaren, kunstvoll gestalteten Altardecken für ihre Kirchen selbst herzustellen, seien es die Decken für die Hauptkirche, den Dom der Stadt, der San Nicolo di Bari, dem Stadtpatron geweiht ist, oder die Decken für die Kirchen San Michele und Rosario.