Palermo/Bonn (gro) Zwei Studierende der Universität Bonn helfen mit, eine neue Dokumentation über das „Zimmer der Wunder“ zu erstellen. Als zentrales Werk entsteht ein Video, das am 23. September im Auditorium des Studios Palermo von Radio Italiana (Rai) erstmals gezeigt werden wird. Das „Zimmer der Wunder“ („camera delle meraviglie“), ein in Blau gehaltener, quadratischer und etwa 4 Meter hoher Raum, verziert mit arabischen Elementen in Gold, war 2013 eher zufällig in einem alten Palazzo im Herzen der Altstadt von Palermo entdeckt worden. Das jetzt entstehende Video zeigt die neuesten Forschungsergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung, an der die Studenten aus Deutschland beteiligt sind. Continue reading
Monthly Archives: September 2016
Schildkröten suchen neue Laichgebiete
Trapani/Ragusa (gro) Die vom Aussterben bedrohten Wasserschildkröten des Mittelmeeres sind offenbar auf der Suche nach neuen Laichgebieten. Darauf deuten Beobachtungen an der Südküste Siziliens hin. Rund 40 Schildkrötenbabys dieser Spezies wurden dieser Tage am Strand von Campobella di Mazara, etwa 75 Kilometer südöstlich der Provinzhauptstadt Trapani gesichtet. Auch in der Provinz Ragusa, knapp 200 Kilometer weiter südöstlich, ist eine neugeborene Wasserschildkröte gesehen worden; dazu wurde ein Muttertier beobachtet, das am Strand von Focallo di Ispica Eier abgelegt hat, aus denen sich in einigen Monaten Nachwuchs heraus schälen sollte. Continue reading
Christo darf Monreale verhüllen
Palermo/Monreale (gro) Verhüllungskünstler Wladirow Jawaschew Christo wird Teile von Monrale verpacken. Die nötigen Abmachungen dafür sind, wie man im nahen Palermo hört, bereits unterschrieben. Im Wesentlichen geht es um Verträge und Zusicherungen gegenüber der UNESCO, die Monreale als Teil des baulich-architektonischen Welterbes Siziliens unter Schutz gestellt hat und gegenüber der Region Sizilien, die als staatliche Oberinstanz den Denkmalschutz auf der Insel kontrolliert. Christo, der unter anderem den Pont Neuf, die älteste, prächtig verzierte Pariser Stadtbrücke über die Seine, und den Berliner Reichstag verhüllt hat, will das Kloster und zwei Plätze des mittelalterlichen Monreale einpacken. Continue reading
Olivenöl – nur zehn Prozent verlässt Sizilien
Palermo (gro) Die Sizilianer schwören auf ihr „flüssiges Gold“, auf das eigene Olivenöl. Seit 2007 wird das einmal im Jahr auch öffentlich zelebriert und demonstriert, und zwar mit einer mehrtägigen Veranstaltung unter dem Motto „L`Isola del Tesolio“, wobei „Tesolio“ ein Kunstwort ist, gebildet aus Tesoro (Schatz) und Olio (Öl). Die zehnte Folge dieser Manifestation steigt Mitte September im Hotel „La Torre“ im Stadtteil Mondello. Auf Sizilien werden pro Jahr rund 50.000 Tonnen Olivenöl erster Güte (Olio extra virgine di oliva siciliano) erzeugt. Das meiste verbrauchen die Sizilianer selber, nur ein Zehntel davon geht in den Export. Continue reading
Totenbeine, Mandeln und der Feuerberg
Randazzo (gro) Die Stadt Randazzo am Nordhang des Ätna, fast 800 Meter hoch gelegen, knapp 11.000 Einwohner stark und Sitz eines Bischofs, ist die Vulkanstadt Siziliens schlechthin. Das dürfte nicht zuletzt an ihrer „Chiesa Madre“, an der Kathedrale Di Santa Maria liegen, die aus dunklen Lavasteinen erbaut worden ist.
Mit ihren hellen Kalksteinrandungen ist sie ein dekorativer Sakralbau aus dem 13. Jahrhundert. Irdische Genüsse sind heutzutage jedoch nicht weit: Am Platz vor der Kirche wartet Konditormeister Santo Musumeci mit „gezuckerten Totenbeinen“ und Mandelkonfekt auf. Randazzo ist von Catania und Taormina aus, und auch von umliegenden Gemeinden, mit dem eigenen Auto, mit Bussen und vor allem der Circumetnea-Bahn bequem, preisgünstig zu erreichen. Continue reading