Stolz auf  die Märkte von Palermo

ballaro2Palermo (gro) Der Ballarò war in diesen Herbsttagen des Jahres 2016 Schauplatz einer mehrtägigen Kunstaktion. Dabei ging es weniger um streng ästhetische Darstellungen als vielmehr um ein lebhaftes Bekenntnis. Es waren Strassenkünstler, die sich im  Albergheria-Quartier, einem Herzstück der Palermitanischen Altstadt, temperamentvoll austobten. Mit ihren spontan gesprühten Bildern (unsere Reproduktion einer Zeitungsseite des „Giornale di Sicilia“), mit akrobatischen Vorführungen und theatralischen Interventionen erzählten die Künstler vom Stolz der Menschen, vom Stolz  auf  “ihre”  Stadt, von der Vitalität  Palermos, die sich nicht zuletzt im lebendigen Marktleben zeigt. Continue reading

Flüchtlinge wollen in den Norden

  • 20051228 - IMMIGRAZIONE, CONSULTA BOCCIA ALTRA NORMA DELLA BOSSI-FINI - Un barcone di immigrati nelle acque dell'isola di Lampedusa (Agrigento) in un'immagine d'archivio del 22 giugno scorso. FRANCO LANNINO/ARCHIVIO ANSA/ji
  • Pozallo (gro) Die Flüchtlinge aus Afrika, aus dem Nahen und  Mittleren Osten, die im Süden Italiens, meistens in Sizilien, anlanden,  wollen so schnell wie möglich weiter kommen in die nördlicheren Gefilde Europas.  Das ist einer der Gründe, warum man in Mailand und Rom mehr Flüchtlinge trifft und sieht als in Kalabrien oder Sizilien, im äussersten Süden des Landes.  Hinzu kommt, dass in den Brennpunkten der Flüchtlingsankünfte, auf Lampedusa, in Pozallo, in Augusta und Palermo (alle in Sizilien) eingespielte Teams und Organisatoren für Ordnung und umgehende Weitertransporte sorgen.
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Palermo ruft auf zur Hunde-Adoption

lega-del-canePalermo (gro) Die „Lega del Cane“ („Verband der Hundefreunde“) hat für den 6. November in Palermo einen „Tag der Hunde-Adoption“ ausgerufen. Denn das zentrale Hundeasyl der Inselhauptstadt muss dringend saniert und ausgebaut werden. Die Arbeiten werden nach den vorliegenden Planungen etwa 18 Monate dauern. Während dieser Zeit steht im Tierasyl nur ein Bruchteil der Heimplätze zur Verfügung. In Zahlen bedeutet das:  Ab Januar 2017 ist dort für eineinhalb Jahre nur Platz für maximal 40 statt für 250 herrenlose Hunde. In Palermo leben über 10.000 dieser speziellen  Vierbeiner. Sie steuern damit etwa 1 Prozent der Bevölkerung bei. Palermos herrenlose Hunde sind ein Phänomen für Verhaltensforscher. Das Magazin der Römer “Repubblica” widmete den Hunden von Palermo schon vor zwei Jahren eine mehrseitige Reportage.  Continue reading

Gegen das Herzflimmern in der Madonie

Petralia Sottana (gro)  Ein Ausflug in die Höhen der bewaldeten  Madonie im Norden Siziliens ist sicherer geworden, seit an zwei Standorten der über 1000 Meter hoch malerisch auf einem Felssporn gelegenen  Gemeinde Petralia Sottana im tiefen Süden der Provinz Palermo gleich zwei so genannte Defibrillatoren installiert worden sind. Sie werden als Erste-Hilfe-Geräte eingesetzt, wenn jemandem das Herz stehen bleibt. Das geschieht häufiger als man denkt, und generell auch deswegen immer häufiger, weil die Menschen immer älter werden (und weil das Herz darüber anscheinend evolutionstechnisch noch nicht ausreichend informiert und ausgebildet ist). Continue reading

Orlando: „Mach‘ den Marathon!“

190816566-35c52a31-775c-42e5-8a9b-4e708a8291a2Palermo (gro) Das Regionalparlament Siziliens tagt wahrhaft königlich, im Palazzo Reale. Er wurde von Roger II. auf den Grundfesten der Sommerresidenz errichtet, die sich der Emir von Palermo Ende des 9. Jahrhunderts erbauen liess. Das Militärkommando Siziliens residiert nicht weit davon im Palazzo Sclafano, einem Prachtbau, der 1330 in Auftrag gegeben wurde, um einen gewissen Manfredi Chiaramonte zu düpieren, einen Aristokraten, der an der heutigen Piazza Marina einen viel bewunderten Palast verwirklicht hatte. Das regionalgeschichtlich wichtigste Kunstmuseum Sizliens ist untergebracht im Palazzo Abatellis, Ende des 15. Jahrhunderts erbaut von einem hohen Würdenträger im Umfeld von König Ferdinand II. Und so weiter und so weiter… Keine Frage, Palermo ist eine Schatztruhe, und neuerdings bemühen sich Kulturverantwortliche, diese Schätze wieder verstärkt ins Bewusstsein zu rücken, und zwar unter dem Motto „Mach‘ den Marathon!“ („Faimarathon“/„FAI“). Continue reading